TATRA T6A2
 

T6A2 - gelungene Splittergattung
 

          1015 als 7 in Böhlitz-Ehrenberg
Eigentlich wollte die LVB aus Prag einen 6-achsigen Gelenkwagen, aber da dessen Erscheinen noch nicht absehbar war, entschloss man sich, erstmal ein paar T6A2 und B6A2 zu besorgen.

Der T6A2 ist der direkte Nachfolger des T4D, zeigt sich aber vom Design her viel zeitgemäßer. Die Wagen dieses Typs gingen nach Rostock, Berlin, Schwerin, Magdeburg, Dresden und Leipzig. Im Jahr 1990 verkaufte Schwerin seinen Bestand an Magdeburg und Dresden baute seinen einzigen Großzug zum Stadtrundfahrtzug um.
In Leipzig stellen die 28 Trieb-und 14 Beiwagen eine Splittergattung dar. Aus diesem Grund steckt die LVB leider wenig Geld in ihre Erhaltung, weshalb sie entsprechend schlecht aussehen. Alle Wagen sind im Straßenbahnhof Leutzsch untergebracht, wo sie auf den Linien 3, 7 und 8 eingesetzt werden.

Der Wagenkasten ist aus Stahlprofielen hergestellt, wobei CKD von den Glasfaserlaminat - Verkleidungen, die beim T4D an der Front und am Heck zum Einsatz kamen, wieder abging. Die äußeren Verkleidungen sind mit Korrusionsschutz und Lärmisolatoren versehen. Die Drehgestelle waren wie beim T4D aufgebaut, bis die LVB 1993 neue Drehgestellrahmen einbaute. Die Lüftung der Wagen erfolgt über große Schiebefenster und 3 Lüftungsklappen auf dem Dach, die Heizung über Heizwendeln in den Seitenkanälen. Außerdem besitzen die Wagen ein neues Fahrgastinformationssystem mit Außen-und Innenanzeigen sowie Haltestellenansagen.

Jedes Drehgestell der T6 ist mit 2 längsliegenden, eigenbelüfteten Motoren des Typs TE023 mit jeweils 45 KW Leistung ausgerüstet. Sie werden über ein zweistufiges Getriebe angetrieben. Die Wagen werden von einer elektronischen Thyristor - Gleichstromstellersteuerung, Typ TV3, mit Pulswandler gesteuert, welche über Pedal bedient wird. Die Rückspeisung von Bremsenergie ist leider nicht möglich. Mit ihren Vorgängertypen sind die T6A2 nicht elektrisch kuppelbar.