TATRA T4D
 

Der T4D - einer der unverwüstlichen TATRA´s
 

           1931 in Böhlitz-Ehrenberg
Der T4D wurde zwischen 1968 und 1986 bei CKD in Prag gebaut. Leipzig erhielt von diesem Wagentyp fast 600 Einheiten. Das war die größte einheitliche Straßenbahnlieferung in ganz Europa.

Da die DDR keine der Zeit angemessenen Fahrzeuge mehr herstellte, testete Dresden im Jahr 1964 drei 2,50 m breite T3-Triebwagen aus Prag. Da die große Wagenbreite von 250 cm aber in Dresden nicht passte, wurde der nur 2,20 m breite T4D konstruiert. Im Jahr 1967 wurde der erste T4D "2000" in Dresden erprobt. Ab 1968 wurden in Prag T4D und die passenden Beiwagen B4D hergestellt und an Dresden, Magdeburg, Halle und Leipzig geliefert.

Das Kastengerüst des T4D besteht aus geschweißten Stahlprofilen und ist seitlich mit Stahlblechen und an den Wagenenden mit Glasfaserlaminat verkleidet. 3-Reihige Schalensitze aus Glasfaserlaminat sind in Fahrtrichtung angeordnet. Das Innenramendrehgestell besteht aus zwei L-förmigen Halbrahmen, die mit Gummielementen gelenkig verbunden sind. Im Drehgestell sind gummigefehderte Radsätze und je zwei längsliegende Motoren.

Die vier schnellaufenden Motoren des Typs TE022, mit einer Leistung von je 43 KW, treiben über eine Gelenkwelle je eine Achse an. Die Lüftung der fremdbelüfteten Fahrmotoren wird mit dem Motorgenerator gewährleitet. Wenn dieser ausfällt, und das Fahrzeug weiter fährt, werden die Motoren überhitzt. Der T4D besitzt einen 99-stufigen PCC-Beschleuniger, welcher Fahrschalter und Widerstände nach dem Rheostat-Prinzip vereinigt. Immer zwei Halbspannungsmotoren sind in Reihe geschaltet und die Motorgruppen laufen ständig parallel, was zu einem hohen Stromverbrauch führt.